Goldi, der
persönliche Schutzengel!
Es ist
Karfreitag, 2005. Christopher hat noch fest geschlafen, als ihn plötzlich etwas
weckt. Er blinzelt, als er die Augen öffnet, denn irgendetwas blendet ihn. Aha,
die Sonne scheint, prima, denke er, aber was ist das? Christopher reibt sich
verwundert die Augen. Es war nicht alleine die Sonne, die ihn geblendet hatte,
da saß doch etwas Glänzendes auf der Fensterbank. Er sprang aus dem Bett, das
wollte er sich genauer ansehen. Wieder rieb er seine Augen, das konnte doch
nicht sein, oder doch? Auf der Fensterbank saß ein kleiner dicker Engel mit
goldenen Flügeln. „Was machst Du da“, wollte Christopher wissen. „Na das siehst
Du doch, ich poliere meine Flügel.“ „Wer bist denn Du und wo kommst Du her“,
fragte Christopher weiter. „Goldi heiße ich“, sprach das Engelchen, „Deine
Großeltern haben mich bestellt, denn wenn Großeltern ihren Enkelchen etwas
Gutes tun wollen, senden sie ihnen einen Engel, der auf sie Acht gibt.“ „Was
machst Du denn so“, fragte Christopher erneut, weil er aus dem Staunen nicht
heraus kam. „Na, was macht ein Schutzengel wohl, er beschützt und manchmal
erfüllt er ganz lieben Kindern auch einen Wunsch. Hast Du einen Wunsch“, wollte
Goldi wissen? Christopher war ganz durcheinander, er wendete sich zur Türe. „Mensch,
das muss ich gleich meinen Eltern erzählen.“ „Halt“, Goldi erwischte gerade
noch den Zipfel seines Schlafanzuges. „Schutzengel sind geheim und Erwachsene
können sie nicht sehen.“ „Das ist ja toll“, freute sich Christopher, „einen
Wunsch hast Du gesagt?“ „Au ja, ich möchte so gerne den Osterhasen sehen,
kriegst Du das hin?“ „Na klar“, meinte Goldi, „aber nur kurz, er hat irrsinnig
viel zu tun, vor Ostern.“ Goldi öffnete das Fenster und pfiff, dann winkte er
und rief: „Stups und Stupsi, kommt mal kurz hier rauf, es will Euch jemand
kennen lernen.“ Goldi öffnete die Türe einen Spalt, denn die Häschen sind ja
klein und reichen nicht bis zur Klinke. Nach einer kurzen Weile öffnete sich
die Türe und zwei puschelige Ohrspitzen schauten herein, dann schob sich ein
niedlicher Hasenmann herein, er trug eine blaue Latzhose und einen Tragekorb
mit bunten Eiern, „Komm schon“, sagte er und griff hinter sich. Eine ebenso
niedliche kleine Hasenfrau trat ein wenig schüchtern hinter ihn, sie hatte ein
kariertes Röckchen an und eine Einkaufstasche mit Ostereiern bei sich. „Keine
Angst, meinte Stups zu Stupsi, wenn Goldi uns ruft, ist das ein lieber Junge. Aber
wir müssen nun weiter, wir haben noch soooooooooooo viel zu tun, bis Ostern.“ Er
drückte Christopher ein Ei in die Hand und hopste zur Türe, seine Frau Stupsi
machte es ebenso. Als Christopher sich von seinem Staunen erholt hatte, flitze
er hinter her. Er rannte, was er konnte und .......übersah die erste
Treppenstufe. Als er noch so fiel, merkte er, wie er in der Luft baumelte,
Goldi war sofort hinterher geflattert und hielt ihn an seiner Schlafanzug Jacke
in der Luft, bevor er ihn sanft absetzte. „Puh, das ist ja gerade noch mal gut
gegangen“, sagte Goldi, bevor er verschwand, denn Christophers Mama Astrid
hatte seinen Schreckensschrei gehört und stürzte aus der Wohnung. „Was ist
passiert“, wollte sie besorgt wissen. „Nichts“, meinte Christopher, „ich wollte
den Osterhasen nur noch etwas fragen.“ Mama schüttelte den Kopf und Christopher
sagte lieber nichts mehr. Er freute sich schon auf neue Abenteuer mit Goldi.
© By Gitte