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Lieber Gott!
Im Frühling will ich nicht sterben!
Wenn endlich gebrochen des Winters Macht,
die Sonn’ vom hohen Himmel lacht,
Vögel zwitschern in der Luft
Und die ist voll Frühlingsduft.
Alles umher beginnt zu sprießen,
Tulpen aus der Erde schießen.
An den Obstbäumen schäumen
Dolden von hellen Blütenträumen.
Nein, im Frühling will ich nicht sterben.
Im Sommer will ich nicht sterben.
Wenn schon der Morgen hell und klar,
einen Tag verheißt ganz wunderbar.
Weich wie Seide ist die Luft,
erfüllt vom schweren Rosenduft.
Und im Sonnenschein taumeln herum,
Honigbienen mit Gebrumm.
Auf meiner Hand ein zartes Ding,
ein wunderschöner Schmetterling.
Nein, lieber Gott im Sommer mag ich nicht sterben.
Im Herbst will ich nicht sterben.
Im Herbst will ich nicht sterben,
wenn sich am Baum die Blätter färben.
Wenn es regnet les ich ein Buch,
die Luft ist schwer vom Erdgeruch.
Noch einmal mit allerletzter Kraft,
zeigen Astern ihre Pracht.
Mildes, klares Herbsteslicht
Zeichnet weich auch mein Gesicht.
Nein, im Herbst mag ich nicht sterben.
Im Winter will ich nicht sterben.
Die Luft ist klar und eiseskalt,
Raureif bedeckt nun Flur und Wald.
Schnee, der deckt nun alles zu,
bringt wundersame weiße Ruh’.
Bei jedem Schritt in Intervallen,
Blinkt die Welt vor Eiskristallen.
Oh wir gehen Schlittschuh laufen
Und danach `nen Glühwein kaufen.
Nein, im Winter mag ich nicht sterben.
Darum meine Bitt’ an dich,
Lass doch einfach leben mich.
©By Gitte
Erkenntnis
Ein Kranz, ein letzter Blumengruß,
dann ist auf Erden endgültig Schluss.
So dachte Peter, doch mitnichten,
es kam einer um ihn zu richten.
„Na Peter“, grollt er, „komm mal her.“
Und Peter, ja der fürcht´ sich sehr.
Angstschweiß seine Stirne netzt.
Er ist schon ziemlich schwer entsetzt.
Ein Lächeln ziert des Herrn Gesicht,
denn wer fürcht´ seinen Anblick nicht.
Ein Engel spricht: „ Nun komm schon.“
Uns schiebt ihn sacht vor seinen Thron.
Trotzig er die Augen senkt,
dem Herrn er keinen Blick erst schenkt.
Der Engel legt die Stirn in Runzeln,
der Herr muss nur noch stärker schmunzeln.
Er kennt doch seine Pappenheimer
Und Peter ist besonders einer.
„Du hattest mir doch viel zu sagen,
nun her mit allen deinen Fragen.“
„Nun gut,
du hast Mut“
„Wo warst du nur, wenn Böses geschah?
Du hast geschlafen, ist ja klar.“
„Schau dir mal den Engel an“,
so spricht der Herr sodann.
Peter den stolzen Recken sieht.
Die Angst fährt ihm in jedes Glied.
„Das war ein unschuldig ermordet Kind,
weil das die stärksten Seelen sind.“
Der Peter ja der schämt sich sehr
Und hat nun keine Fragen mehr.
Den Denker und Lenker schaut er an
Und nur noch „Verzeih“ er flüstern kann.
Doch es war nur ein Traum.
Noch glaubt Peter das kaum.
©By Gitte
Nachtschwarze Augen blicken dich an!
Verdammter Türke, ja so denkst du,
doch was kann denn der Mensch dazu?
Sein Vater ist einst hierher gekommen
Und hat ihn einfach mitgenommen.
Ängstlich kommt näher der kleine Mann,
nachtschwarze Augen sehen mich an.
„Verzeih, stammelt er, das wollte ich nicht,
Der Ball, der traf fast dein Gesicht.“
„Nicht so schlimm“, ich plötzlich sahen kann
und nachtschwarze Augen strahlen mich an.
Lächelnd gebe ich den Ball zurück
Und sehe ein Kind, das strahlt vor Glück.
Eine Nationalität, die trennt nur zum Schein.
Ein Kind und ein Mensch, so soll es sein.
©By Gitte
Warum ich alte Puppen liebe
Ein altes Puppenkind hat Freud und Leid gesehen
und strahlt auch heut noch wunderschön.
Hat etwas von dem eingefangen,
was seit Jahrzehnten schon vergangen.
Kinderfreud und Kinderleid,
hat es einst mit ihm geteilt,
die Zeit die ist vorbei geeilt.
Tränen flossen auf sein Haupt,
Das Haar ist ganz schön eingestaubt.
Hier klafft ein Riss, da fehlt ein Finger,
diese armen kleinen Dinger,
sind so zerbrechlich, filigran,
da wird mir gleich das Herz ganz warm.
Die Farbe, die ist abgeblättert,
doch die Stimme Mama schmettert,
Das Kleid, es löst sich auf,
doch das, das nehm ich gern in Kauf.
Sag, wo hast du den Krieg verbracht?
Viel geweint, selten gelacht,
in manchem Bunker hast du gesessen,
mit deiner Mama das letzte Stück Brot gegessen.
Alles wurde mit dir geteilt,
so viel Not und Herzeleid.
Oft warst alles du was blieb
Und ein Kind das weint: „Ich hab dich lieb“
Nun da bist du alt und krank,
sitzt in meinem Vitrinenschrank.
Soviel Trost hast du gegeben,
in deinem langen Puppenleben.
Nun da ruh dich endlich aus,
fühl dich wohl bei mir zu Haus.
©By Gitte
Gedanken zum Jahreswechsel!
Könnte ich noch einmal leben………………..
Oh ich würd’ es besser machen,
in der Schule nicht lärmen und lachen,
sondern fein lernen und streben,
nicht für die Lehrer, nein für’s Leben.
Könnte ich noch einmal leben………………..
Hätte ich auch mehr Geduld,
Leute wären nicht mehr traurig, nur durch meine Schuld.
Zorn, Wut und Trauer hätten keinen Platz,
oh nein, glaubt es nur, dann wär’ ich ein echter Schatz!
Könnte ich noch einmal leben………………..
Würde ich Gott mehr einbinden,
mich mehr bemühen ihm zu finden.
Wie vielen Leuten schulde ich Dank?
Sie wurden darüber alt und krank.
Aber brauch’ ich denn ein neues Leben?
Ich könnt’ mir ab jetzt mehr Mühe geben.
©By Gitte
Schnaps das war ihr letztes Wort
An meine Mutter!
Einst, da warst du wunderschön,
doch leider musste das vergeh’n.
Du selbst hast man meisten dich zerstört,
auf deine Tochter nicht gehört.
Du hattest mich, du hattest Paps,
doch was du wolltest war der Schnaps.
So schnell bist du hinein geglitten,
da half kein Flehen und kein Bitten.
Was einst so harmlos angefangen,
mit einer Feier hier und da,
doch bald hast du am Schnaps gehangen
und nichts war mehr wies einmal war.
Wo ist denn nur die Mutti hin,
was hatte das für einen Sinn?
Auf deren Knien ich einstens hockte,
die meine Tränen dann trocknete,
ach, wenn man es so bedenkt,
Wie viele Jahre hast du verschenkt?
Oh Fusel, Mensch ich hasse dich,
bist schon ein rechter Bösewicht.
Hast meine Mam auf dem Gewissen,
so was ist einfach beschissen.
Schnaps, das war ihr letztes Wort,
da trugen sie die Englein fort.
(Mit 45 Jahren?
©By Gitte
Auf dem Bergfriedhof!
Eiseshauch erfüllt die Luft,
ich halte Zwiesprache mit dem dort in der Gruft.
Tröstend an meinem Arm,
die Tante, beruhigend warm.
Hier eine Tante, erst kürzlich gestorben
Nun liegt sie warm hier und geborgen.
Dahinter das Großeltern Grab,
ach Opa, wie lieb ich dich hab.
Dann Tantes Mann, erst ein Jahr tot,
schimmernde Tränen zeugen Tantchens Not.
Auch meine Eltern sind hier gebettet,
keins meiner heißen Gebete hat sie gerettet.
Ich such nach der anderen Großeltern Grab,
das lange ich nicht gesehen hab.
Es ist dahin, es gibt’s nicht mehr.
Die Stätte ist nun öd und leer.
Wie tröstlich meiner Tante Arm,
in meinem ruht er fest und warm.
Lieber Gott, erhalt sie mir,
das wünsche ich mir sehr von dir.
Wir schauen uns an, Verständnis im Blick
Jetzt seh’n wir nach vorn und nicht mehr zurück.
Und ich fühl an meinem Arm,
die Tante, tröstlich, lebendig und warm.
©By Gitte
Der Peter und die Silie
Der Peter und die Silie die hatten einmal einen Streit fiderallala, fiderallala, fiderallalalala
Es ging, Ihr ahnt es sicher schon, mal wieder um ein neues Kleid fider…….
Das grün, nein, nein, das mag ich nicht, es steht mir nicht mehr zu Gesicht fide….
Ein neues Kleid, das muss nun her, ich finde mir steht gelb viel mehr fide…….
Der Herrgott sprach: "Nein, so ein Quatsch!", gab Silie 'nen gelben Touch fider…..
Der Peter schaut sie nicht mehr an, weil er gelb nun mal nicht leiden kann fide…..
Wie schaust Du aus, Du welkst ja schon, das ist der Unzufriedenheit Lohn fider…….
Und die Moral von der Geschicht', streite mit unserm Herrgott nicht fider……
©By Gitte
Früher war alles besser
Wie oft sagte Mutter diesen Satz,
sah mein skeptisches Gesicht und meinte,
du wirst schon noch versteh` n, mein Schatz.
Ich hatte Angst was zu verpassen
Und schließlich musste sie mich lassen.
Die Mutter, die bin heute ich
Und manchmal murmle ich für mich:
„Früher war alles besser.
Meine nicht das Plumpsklosett,
auch nicht das harte Kappokbett,
meine das Familienleben,
bei uns wird´s das wohl nicht mehr geben.
Meine Kinder wollten keine Hege,
gingen lieber eig`ne Wege.
Doch Trauern hat wohl keinen Sinn,
denn hin ist hin.
©By Gitte
Depression
Trübes Wetter, trübes Licht, die Welt versinkt in grau. Wann fiel ich rein, in dieses Loch? Ich weiß es nicht genau. Kein Licht scheint mehr, kein Sonnenstrahl, dringt ein in meine Welt. Keine Freunde, keine Liebe, da hilft nicht mal viel Geld. Ein kleines Kätzchen maunzt Miau, schmiegt sich in meinen Arm. Die Sonne bricht im meine Welt und macht das Herz mir warm. ©By Gitte
Was Gott tut, dass ist wohlgetan
Der Herr schenkt Falten im Gesicht doch mindert er das Augenlicht so können wir sie nicht mehr seh´n und finden uns noch immer schön.
Du siehst beim Kämmen nicht mehr richtig dass Haar fällt aus, es ist nicht mehr wichtig.
Die Weisheit sagt uns: Bleib öfter steh´n du kannst ja nicht mehr so schnell geh´n.
...und lässt du es dann langsam gehen kannst du´s auf einmal wieder sehen.
Die liebe, gute, alte Sonne betrachtest du mit neuer Wonne.
Hast flüchtig sie nur immer gesehen was ist mit deinem Leben geschehen?
Das Hasten hatte deinen Blick verstellt. die große Jagd nach schnellem Geld.
Nun hörst du wieder Vög´lein singen wie gut tut das in den Ohren klingen.
Statt Jazz und Beat und Rockgetöne,
liebst du die altvertrauten leisen Töne.
Es verlagern sich im Alter die Werte Man will nicht mehr, was man einst heiß begehrte.
©By Gitte
Ein Regentag
Komm ich heut Morgen aus dem Haus,
packt mich gleich dass kalte Graus.
Nieselregen im Gesicht, Oh nein, oh nein, dass mag ich nicht. Oh je, dass ist ja Depri Wetter geht es denn nicht ein wenig netter? Wer hat denn dieses nur bestellt? ob das wirklich jemand gefällt? Wende mich zum Friedhof nun, Wölfchen macht, was Hunde tun. Pieselt hier und pieselt da, Jede Hecke nimmt er wahr. Plötzlich macht es bei mir Klick
und es weitet sich mein Blick. Sehe Blümchen lachen, strahlen, nach der langen Dürre Qualen. Sie recken sich dem Regen, glücklich und sehnsuchtsvoll entgegen. Wie frisch gewaschen strahlt die Welt. Jetzt, wo ich es seh, es mir gefällt. Drum, nicht immerzu an dich nur denke, auch anderen Beachtung schenke. ©By Gitte
Mut!
Mein Kind, warum verbirgst du so ängstlich dein zweites Gesicht? Findest du es lohnt der Beachtung nicht? Nimm es an, sieh genau hin denn was geschieht hat seinen Sinn.
Hast du Angst die Geister zu sehen? Lass es doch einfach geschehen. Der Herr hält dich in seiner Hut und was er zulässt, das ist gut.
Wie lange braucht´ ich das zu Erkennen. Ab Heute werd ich mich dazu bekennen. Werd´ nicht mehr ängstlich weghören und sehen Oh nein, ab Heute lass ich es geschehen.
Frage nicht mehr nach dem Sinn öffne mich einfach und höre hin. denn vielleicht klopf ich einst irgendwo an und bin traurig, weil mir nicht wird aufgetan.
Angst vor der Menschen Reaktion? Warum denn das, was zählt das schon? Lasst Geheimnisse uns ergründen und die aller Welt verkünden.
Auf Schwestern, Brüder im Geist ab Heut wird das geistige Kind mitgespeisst. ©By Gitte
Ich bin Glücklich! Ich bin glücklich, weil ich als Kind bitterarm war ich lernte mich über wenig viel zu freuen.
Ich bin glücklich, weil meine Eltern geschieden waren, ich wurde "herumgereicht", ich weiß wie dankbar ich sein kann einen Mann zu haben, der zu mir hält in jeder Situation.
Ich bin glücklich, denn meine Neurodermitis ist unheilbar und erst jetzt im Alter weiß ich wie schön ein davon freier Tag sein kann.
Ich bin glücklich, meine Kinder haben mich verlassen Ich habe mich bekrabbelt und es nicht zugelassen, das sie mich zerstören.
Ich bin glücklich, für meine Kinder hab ich lange den Traum nach einem Tier gegraben,
nun habe ich Wölfchen, den besten aller Hunde.
Ich bin glücklich, als Kind war ich ein unsicherer, von Selbstzweifeln geplagtes Mädchen, mein Mann hat mich aufgerichtet.
Ich bin glücklich, dass unser Leben nie einfach war und wir so jeden schönen Tag zu schätzen wissen.
Ich bin glücklich, ich war einsam und nun hab ich euch. ©By Gitte
Wenn du nur willst
Heimweh, oder es ist überall schön!
Im Dörfchen kannt ich jeden Stein.
Ich dachte soll das alles gewesen sein?
So zog ich in die große Stadt,
die mich sofort gefangen hat.
Die Liebe trieb mich wieder fort,
an einen kleinen ländlichen Ort.
Mein Geburtsort, ja der ist nun Kult,
das ist an den hohen Mieten Schuld.
Das Heimweh trübte meinen Blick,
das Wissen, du kannst nicht zurück.
Doch heute merkte ich mich einem Mal,
schön ist´s eigentlich überall.
Denn dort wo dein Herz zu Hause ist
Du deine Heimat nicht mehr vermisst.
©By Gitte
Ich bin stark!
Auch von dir mein Kind lass ich mich nicht besiegen,
ich will nicht schwach sein, will mich nicht verbiegen.
Du wolltest diesen Mann,
den ich nicht leiden kann.
Elf Jahre streiten wir und rum,
elf Jahre machte ich mich immer krumm.
Ich will nicht mehr es ist vorbei.
Nein du bist mir nicht einerlei.
Doch ich will endlich wieder leben.
Will nach Freude wieder streben.
Fast wäre ich daran zerbrochen,
Fast zu Kreuze euch gekrochen.
Habe nun wieder mich gefangen,
bin meinen Weg allein gegangen.
Bin eben doch aus hartem Holz.
Klammere mich an meinen Stolz.
Hab viele Freunde nun gefunden,
die helfen mir über die Runden.
Heute kann ich’s nun bekunden.
Meine Seele wird gesunden.
© by Gitte
Wer bist du?
Die frühen Morgenstunden, sie gehören mir, mir ganz allein.
Ich liebe diese Zeit, wenn der Tag noch nicht erwacht ist.
Auf dem Balkon blicke ich in die funkelnden Sterne.
Drüben über dem Nachbarhaus steht immer ein besonders großer.
Zeit der samtenen Dunkelheit, die Luft wie frisch gewaschen.
Dann beginnt das Leben, ich schalte das Radio ein.
Dabei blicke ich aus dem Fenster.
Dort, im Hochhaus, siebte Etage links, ein Licht.
Tröstlich schimmert es in der Finsternis.
Zeigt mir, ich bin nicht allein.
Wer mag das sein?
Bist du alt, oder jung?
Mann, oder Frau?
Gesund, oder krank.
Warum bist du wie ich so früh auf?
Kannst du auch nicht mehr so gut schlafen?
Oder musst du zur Arbeit? Fragen über Fragen.
Bekomme ich je eine Antwort?
Will ich eine Antwort?
Oder will ich still genießen, dass da jemand meine morgendliche Einsamkeit teilt?
© By Gitte
Gott ist Schuld?!
Du fragst: „Lieber Gott warum?“
Liebes Kind, stell dich nicht dumm.
Ein freien Willen haben wir bekommen.
Wozu haben wir ihn genommen?
Wir hören von Krieg, von Raub und Mord.
Kommt die Liebe noch zu Wort?
Zum Engel spricht Gott. „Schau nur an,
wie roh doch so ein Mensch sein kann.
Was ist mit Freundschaft, willst du wissen?
Wie oft hat man dich schon beschissen?
Viel Güte haben wir erfahren
Und liegen ständig uns in den Haaren.
Einst, da wird er uns ausmerzen,
Und wisst ihr was?
Die Erde wird es verschmerzen!
© By Gitte
Pflegefall
Nun liegst du hier, dein Inneres zittert bang,
der Tag der ist ganz furchtbar lang.
Nadeln sind in deinem Arm,
manchmal wirst du rot vor Scham,
wenn man dir den Po abputzt,
weil du dich hast eingeschmutzt.
Um Vergebung fleht dein Blick,
man schaut teilnahmslos zurück.
Du fragst, warum trag ich soviel Leid?
Der die Antwort kennt, der schweigt.
Dein Herz das sehnt sich so sehr nach Frieden,
wäre so gern dahingeschieden.
Begegnet dir einst so ein Blick,
oh Menschenkind scheu nicht zurück.
Lass seine Hand in deine schmiegen,
vielleicht wirst du dereinst so liegen
und verlangst nach einer Hand,
die tröstend sich zu deiner fand.
©By Gitte
Fantasie, Fantasie, wie wunderbar ist sie. Lässt Rosen blühen im Alltagsgrau, Wo Liebe ist sie weiß es genau.
Wolken am Himmel deutet sie, aus allem macht sie Poesie. Sie lässt uns schweben, und bereichert unser Leben.
Nicht alt die Frau, schön weiß ihr Haar, was sie uns zeigt ist wunderbar, such sie nur und nimm sie wahr.
©By Gitte
Getötete Liebe!
Ja ich habe dich geboren,
du warst mein Alles auf der Welt,
damals hab ich mir geschworen,
ich gebe dir ALLES, außer Geld.
Um meiner selbst solltest du mich lieben,
davon ist leider nichts geblieben.
Ich zählte nur als Arbeitskraft,
die für dich lebt und für dich schafft.
Ich hab gehegt dich und gepflegt, geküsst dich und beschmust,
Alles wollte ich dir geben, alles was du haben musst.
Doch ich musste es einsehen,
das mit uns, das konnte nicht gehen.
Nichts ist mit Familienbanden,
Stunden geredet, nichts verstanden.
Tausend Anläufe hab ich versucht,
unsere Beziehung wie verflucht.
Nicht Liebe suchtest du, nur Geld.
Ach Kind, das ist nicht, meine Welt.
Hast das vierte Kind bekommen,
im Netz hab´ ich davon vernommen.
Nun Tanja gebe ich dich frei,
Leb´ wohl mein Kind, ich sag´ Bye, bye.
Meine Lieb´ zur dir, die litt oft Not.
Einmal zu viel getreten, nun ist sie tot.
©By Gitte
Denk an später!
Blickst du zurück durch die Jahrhundert,
fragst du dich dann oft ganz verwundert
immer schon hat’s Krieg gegeben,
können wir denn nicht in Frieden leben?
Warum schlagen wir uns tot?
Es geht doch längst nicht mehr ums Brot.
Müssen wir denn noch mehr haben,
in unseren kurzen Erdentagen?
Geht es uns mal richtig gut,
haben wir dann frohen Mut?
Wo ist denn die Zufriedenheit?
Ist die Menschheit noch gescheit?
Warum jagen, raffen, rennen?
Wo wir doch das Ende kennen.
Auch der Reichste nimmt nichts mit rüber,
brennt Gevatter Tot ihm eins über.
Ein Mensch reift nur durch Leid und Trauer,
da ist unser Gott ein ganz genauer.
Darum geduldig dein Kreuz trage,
es kommen auch wieder bessere Tage.
Und sind wir dereinst bei ihm dort droben,
Hat sich auch unserer Sehensweise verschoben.
Wir sehen die Gnade in allem Leid,
die unsere Seelen macht bereit.
Dann mein Freund, dann hast du Ruh’.
Fragst verwundert dich wozu,
habe ich mich dereinst so gequält?
Denn alles was am Ende zählt,
bekommt man nie für Geld.
Konntest Hass und Neid du ablegen?
Für deine Seele zum Segen?
Konntest du durch Mitgefühl sie adeln?
Dann wird der Herr dich niemals tadeln.
Frag dich, wenn du dereinst musst gehen,
kann ich vor dem Herrn bestehen?
Hab’ ich mein Leben nicht verschwendet?
Das es nicht in Reue endet?
Lasst uns manchmal innehalten
Und gedenken unserer Alten,
die uns sind voraus gegangen
und die nun für und mit uns Bangen.
Das wir mit Bravour beenden unseren Lebenslauf
Und kommen stolz zu ihnen rauf.
©By Gitte
Werden du Kleinod an der Ruhr
Gefühle ändern sich wie die Natur.
Als Kleinkind warst du meine Welt,
es gab nichts Anderes das Zählt.
Als Kind in der Vorweihnachtszeit nach Essen,
wie staunt ich hier ganz selbstvergessen.
Irgendwann da wurde es mir zu klein,
nicht weit weg genug konnte es sein.
Die Stadt die schlug mich in den Bann,
was ich Heut nicht mehr verstehen kann.
Einmal im Jahr da ist es genug
Ich setz mich einfach in den Zug.
Dort lauf ich und fühl mich verlassen
Such verzweifelt nach den alten Gassen.
Träume dann von alten Zeiten,
lass mich einfach hineingleiten.
Heute im Herbst meines Lebens
Da sehn ich mich leider vergebens
In meiner Kindheit heile Welt
wo nicht Geld, sondern Menschlichkeit zählt.
Opa und Onkel Platz von der VDK
Die sind dann alle wieder da.
Vieles vieles ist vergangen
An dem mein Herz so hat gehangen.
Die Tante Bissel gibt’s nicht mehr,
ihr Laden steht nun leider leer.
Das alte Krankenhaus versprach Geborgenheit,
heut ist hier alles licht und weit.
Forstmannsteich ist auch vernichtet
Hier man die Marienschule sichtet.
Die Markthalle, die ist nun zu,
lag schon hat Tante Melchert Ruh.
Drogerie Unteregge unvergessen,
heute kann man Döner hier nun essen.
Bei Wertges kauft ich ein viertel Butter
Für unser Samstagmorgen Futter.
Bei Schuster Kammann roch es nach Leder,
hierhin brachte seine Schuhe ein jeder.
Bei Haiti konnte man Kaffee kaufen,
aus großen blank polierten Raufen.
Sonntags gab es Eis von Santin,
wie schnell rannte ich dann dorthin.
Bei Neitemeyer gab es den Sonntagsbraten,
manches Rezept wurde uns dazu verraten.
War der Frühschoppen mal zu lang bei Wilde,
wurd’ Mama zu einer wilden Hilde.
So viel Zeit ist nun vergangen,
in Werden hat alles angefangen.
©By Gitte
Werden
Wie oft schon wurdest du besungen
Und vieles ist echt gut gelungen.
Wer einst geboren in Werdens Schoß
Wird diese Liebe niemals los.
Immer wieder kommt’s in den Sinn,
ich muss nun endlich wieder hin.
Will bei den Dichtern mich einreihen,
Kritiker mögen’s mir verzeihen.
Das Ganze ist die Britta Schuld,
aber was soll’s Werden das ist Kult.
Das kleine Dörfchen an der Ruhr
Verfügt über eine große Kultur.
In der Heckerschule saßen wir einst drinnen,
sahen auf der Kirchturmuhr die Zeit verrinnen. (Quälend langsam damals)
Auf dem Heyerstrang, da glitten wir übers Eise
Auf wunderbare, märchenhafte Weise.
Und mit der weißen Flotte auf dem See
Da jubelt das Herz juchee, juchee.
Und soll’s dich mal so richtig schaudern,
dann eile schnell ohne zu zaudern
zum heiligen Ludgerus rein
und hock dich vor den Grabesschrein.
Da hörst besonders du im Dunkeln
Die armen Seelen kläglich munkeln.
Ach wie herrlich und wie schön
Ist die Brehminsel anzuseh’n.
Welcher Werdener vermisst sie nicht,
wenn sie strahlt im Morgenlicht
Wie oft haben wir hier gesessen,
Romanzen besprochen, Schokolade gegessen.
Aus Liebeskummer hier geweint
Im Arm der Freundin, mit ihr vereint.
Die erste Zigarette raucht’ ich hier,
meine Freundin Rita war bei mir.
Ach Werden, du bist wunderschön,
bald komm ich wieder dich anzusehn.
Dieses schrieb der kleine Zwerg
Vom einstigen Kaninchenberg.
©By Gitte
Es tut weh!
Es tut weh
wenn ein „echter“ Freund uns hat belogen.
Es tut weh
wenn ein „echter“ Freund uns hat betrogen.
Es tut weh
wenn eine Liebe geht zu Ende.
Es tut gut
wenn dann jemand nimmt deine Hände.
Es tut weh
wenn du einen geliebten Menschen hast verloren.
Es tut weh
wenn du Kinder hast geboren.
Es tut weh
wenn diese dich verlassen.
Es tut gut
Wenn da jemand ist, bei dem du dich kannst fallen lassen.
Es tut weh
Denn Leben bedeutet Schmerz.
Es tut weh
Dein Körper und dein Herz.
Es tut weh
In vielen Lebenslagen
Es tut gut
Es dennoch immer wieder zu wagen.
Denn am Ende, nachdem du alt und krank und arm
Nimmt dich der Herrgott in seinen Arm.
Dann ist aller Schmerz vergangen
Und die Ewigkeit hat angefangen.
©By Gitte
Muttertag!
Mit sechs, da hast du mich verlassen,
schaute hinter dir her, konnt’ es nicht fassen.
Ich hasse dich, nein nein oh komm zurück
Du bist doch mein ganzes Glück.
Bittre Tränen in der Nacht,
hast du da an mich gedacht?
Bin ich Schuld, was hab ich getan?
Nimm mich doch in deinen Arm.
Man fragte Onkel und auch Tante,
ganz entfernte Anverwandte.
Die nahmen mich, zogen mich groß.
Einsamkeit hieß stets mein Los.
Meinem Kind sollte es besser geh’n
Ich dachte mir das gar so schön,
wollt’ es immer schön versorgen
in Wärme und Liebe ganz geborgen.
Eingesperrt, Überbehütet hört ich dann
Ob man es je Recht machen kann?
Die Kinder waren mein ganzes Glück,
doch die Einsamkeit die kam zurück.
© By Gitte
Mutterhände
Du warst geboren und ich hielt dich in meinen Händen.
Das erste was du spürtest waren meine Hände.
Daheim versorgten dich meine Hände.
Du bekamst Nahrung von diesen meinen Händen,
Sauberkeit von meinen Händen,
sie kleideten dich, meine Hände,
Zärtlichkeit bekamst du von meinen Händen.
In den Kindergarten brachte ich dich an meiner Hand,
in die Schule leiteten dich meine Hände.
Später gingst du allein, doch kamst du zurück
in meine Arme und das Streicheln meiner Hände.
Wenn du heute kommst, nimmst du mich in den Arm,
doch meine Hände bleiben leer,
ich finde dich nicht mehr.
Die Liebe meiner Hände gehört nun meinem Mann und meinem Hund.
Wie viele Mutterhände bleiben heute leer?
Wie viel Liebe erfriert in der Kälte unserer Zeit?
©By Gitte
Frieden!?
Oft ich über den Friedhof eile,
heut’ hab ich Zeit und ich verweile.
Die Frau am Grab, so alt und grau
Heut’ betrachte ich sie mal genau.
Bemerke sie an fast allen Tagen,
ist es ihr Mann der hier begraben?
Sie sieht nicht traurig aus und nicht vergrämt
Verbirgt sie Gefühl, weil sie sich schämt?
Ein Grab, so wunderschön geschmückt
Das unser Auge glatt entzückt.
Ein Mädel grade 18 Jahr,
sie starb an Drogen traurig, aber wahr.
Dahinter auf dem nächsten Feld
Ein Grabstein hier ins Auge fällt.
Der Spruch macht dir die Augen nass.
Ein Opfer in den Elterherzen nur noch Hass.
So viele liegen hier vereint
In Frieden wie es mir erscheint.
Erst wenn der Tot uns hingerafft
Haben wir dieses Ziel geschafft.
Sinnend schau ich meinen Hund an
Verstehend schmiegt er sich bei mir an.
Wenn schweigen müsst’ die Kreatur
Vielleicht wäre das schon Frieden pur
©By Gitte
Neujahr
Das alte Jahr legt sich zur Ruh’
Deckt sich mit weißem Schnee fein zu.
Es schließt nun seine Äugelein
Und weiß, es wird ein Abschied sein.
Doch aus dem Tod von zweitausendzehn
Wird 2011 nun neu entstehn’.
Blicken wir nur kurz zurück,
neuer Anfang, neues Glück!
Die Welt, die steht uns wieder offen,
für Glauben, Liebe, Freude, Hoffen.
Doch eines sollst du nicht vergessen,
die Erdenzeit ist kurz bemessen.
Wohl dem, von dem man sagen kann,
DAS war ‚ne Frau, DAS war ein Mann.
Lass die Welt ein wenig besser werden
Durch deine Spuren hier auf Erden.
Leih’ hier ein Ohr, schenk dort ein Lachen
So kannst du sie schon besser machen.
Lass in dein Herz nur Gutes rein
Für Alles andere soll es verschlossen sein.
Liebe Freunde ich wünsche euch fürwahr
Ein wunderschönes, neues Jahr.
©By Gitte
Werden, mein Heimatland,
hier einst meine Wiege stand.
E inst bin ich an Mutters Hand
hier durch Strassen und Gassen gerannt.
R uhig hab ich oft am Ruhrstrand gesessen
Und mein Pausenbrot gegessen.
D och dann zog’s mich in die Stadt
wo es viele Menschen hat.
E inmal da komm ich zurück
Such Kinder- und auch Jugendglück.
N iemals wird’ ich dich vergessen
Hast immer in meinem Herz gesessen.
By Gitte
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