Der Regenbogenvogel!

Da war das hübsche Vogelpaar,

Trill und Tschilp, die liebten sich ganz und gar.

„Tschilp“, mahnte Trill, „wir sollten in den Süden fliegen,

statt auf der faulen Haut zu liegen:“

 

„Der Herbst, er kommt und es wird kalt

Und das vermutlich ganz schön bald.“

„Ach lieber Trill, ein bisschen noch,

sieh nur, die Sonne scheint doch noch.“

 

„Aber Morgen, da müssen wir wirklich fliegen,

schau nur, wie viele bunte Blätter liegen.“

Am Morgen ist die Tschilp ganz heiser,

sie flüstert nur, wird immer leiser.

 

„Ach lieber Trill, flieg du allein.“

Er ruft entsetzt: „Das kann nicht sein,

ich lasse dich doch nicht allein.“

 

Die Tschilp, sie fällt, stürzt in ein Mauseloch

Trill ruft: „Ich komm schon, warte doch.“

Er stößt sich an Wurzeln und an Steinen und ruft au weh, au au.

Am Ende ist er bunt und blau.

Er findet Tschilp, sie rührt sich nicht

Er streichelt ihr das Angesicht

Und hüllt sie in sein Federkleid.

So ruhen sie gar lange Zeit.

 

Dann ist der Frühling wieder gekommen

Die Zwei, sie sind noch ganz benommen.

Steigen schnell an’s Tageslicht.

Die Tschilp traut ihren Augen nicht.

 

Sieh‘ nur Trill, du bist ganz bunt,

Gott ließ ihn so, aus gutem Grund.

Wer so selbstlos ist für and’re da

Der wird belohnt und das ist wahr.

 

Der Tschilp ist nun ein Regenbogenvogel

Und nein, den find’ste nicht bei Google