Ein grausamer Tag

Gestern sah ich für Jürgen ein Weihnachtsgeschenk,

o wie klasse ich da denk,

rief dann gleich Susannchen an,

ob sie es mir besorgen kann.

 

Heut Morgen rief sie dann zurück,

liebe Gitte hast kein Glück.

Ich verzog gleich das Gesicht,

oh nein, dass gefällt mir nicht.

 

Also macht ich mich auf die Socken,

dass Wetter tat mich gar nicht locken.

Steh an des Busses Haltestelle,

es packt mich eine Zorneswelle.

 

Vor drei Minuten fuhr der Bus,

und nun ist für eine Stunde Schluss.

Geh los und mitten auf dem Feld,

da öffnet sich das Himmelszelt.

 

Nein, nicht wie ihr denkt Gottes Segen,

leider nur ein furchtbarer Regen.

Sind nun nass bis auf die Knochen,

innerlich jedoch am kochen.

 

Wölfchen, sag bist du gescheit?

Er spiel ein Spiel der Welpenzeit.

Auto jagen macht ihm Spaß,

er hüpft und springt im nassen Gras.

 

Obwohl ich es nicht mehr glauben kann,

kommen wir bei Penny an.

Spreche dort ´ne Kundin an,

ob sie mir es heraus reichen kann.

 

Die guckt entgeistert, ob meiner Frag,

das Angebot gibt es Donnerstag.

Ich sink zusammen, bitte sehr,

nein lieber Gott, ich kann nicht mehr.

 

Trete nun den Rückweg an,

schlimmer es nicht kommen kann.

Dichte stumm dies Frustgedicht,

achte auf die Umgebung nicht.

 

Schrecke dann doch plötzlich auf.

Über die Strass, ein Hirsch im Dauerlauf,

stimmt, ihr braucht gar nicht zu fragen,

Wolf will ihn natürlich jagen.

 

Brauche alle meine Kraft,

bin für Heute echt geschafft.

Der Tag, den klopp ich in die Tonne,

es scheint natürlich nun die Sonne.

©By Gitte